Besenreiser

Was sind Besenreiser?

Als Besenreiser bezeichnet man Erweiterungen winziger Hautvenen, die als netzförmige Linien auf der Haut zu sehen sind und den Borsten eines Reisigbesens ähneln.

 

Fakten über Besenreiser:

  • Besenreiser sind kleine Blutgefäße, die nahe an der Hautoberfläche der Beine liegen
  • Sie tragen ihren Namen, weil sie auf der Haut wie kleine verästelte Zweige aussehen
  • Sie schimmern meist rötlich, violett oder bläulich durch die Haut
  • Besenreiser sind nicht dasselbe wie Krampfadern
  • Aus medizinischer Sicht sind sie meist unbedenklich, doch stellen sie für den Betroffenen häufig ein kosmetisches Problem dar und schränken diese teilweise in ihrer Lebensqualität ein.

 

 Wie entstehen Besenreiser?

Die Wahrscheinlichkeit Besenreiser zu bekommen, ist stark erhöht, wenn ein Elternteil Besenreiser hat oder sogar beide Eltern. Auslöser ist eine Bindegewebsschwäche, die dazu führt, dass die Venenwände im Laufe des Lebens ausleiern. Dies gilt insbesondere für die Venen in den Beinen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Risikofaktoren, die das Auftreten von Besenreisern begünstigen und diese auch verschlimmern können. Dazu gehören: überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit. Rauchen und Alkoholkonsum, Bluthochdruck, und bei Einnahme blutverdünnender Arzneimittel

 

Herkömmliche Methoden der Besenreiser-Behandlung:

  • Verödung (Sklerosierung) – Hier wird mit einer feinen Nadel ein Verödungsmittel in die Vene gespritzt
    • Mögliche Nebenwirkungen:
      • mögliche, große Melanin-Flecken und die Gefäße unter der Haut können platzen
      • kleine Hautblutungen
      • Blutergüsse und vorübergehende Verfärbungen
      • Allergien auf das Sklerosierungsmittel
      • Akute Thromboembolie
      • Lokale und generalisierte Infektion
  • Entfernung mit dem Laser
    • Mögliche Nebenwirkungen:
      • Verbrennungen
      • Narbenbildung
      • Hypo- und Hyperpigmentation
      • Schmerzen
      • Purpura
      • Blasen
      • Ödeme
      • Krusten
      • Blutungen
      • unerwünschter Haarverlust

Behandlung mit dem Phlebolyser:

Durch das gezielte Applizieren von Radiofrequenz und Elektrolyse werden die Gefäße anpunktiert und das Blut in den Gefäßen verkocht. Dabei wird die gesunde Hautzelle nicht beschädigt. Der physikalische Vorgang der Verödung entsteht im Gefäß, da die angereicherten Wassermoleküle im Blut zum Schwingen gebracht werden. Sie erhitzen sich und denautorieren das Gefäß von innen. Dies kann ohne Narkose durchgeführt werden, da es in der Regel unangenehm aber nicht oder wenig schmerzhaft ist. Die Bildung von Narben oder weiteren Nebenwirkungen sind trotz vieler Dokumentationen der Behandlung nicht bekannt. Wichtig für eine nachhaltige Behandlung ist nicht nur das Entfernen der Hautstörung, sondern auch die Behandlung möglicher Stoffwechselstörungen, die ursächlich zu der Hautstörung geführt haben – eine Behandlung mit dem Phlebolyser schließt daher Rezidive nicht aus. Um eine genaue Prognose zu erhalten, ist eine Vorstellung beim Arzt dennoch notwendig.

 

Vorteile einer Phlebolyserbehandlung:

  • keine Anästhesie
  • Narbenbildung nicht bekannt
  • sanfte und schmerzarme Methode
  • sofort sichtbare Reaktion
  • auf jeder Haut anwendbar
  • Verbrennungen ausgeschlossen, da Werkzeug kalt ist
  • kein Bluten
  • keine Infektionsgefahr
  • keine Fäden, kein Druckverband
  • Patient ist in keiner Weise nach Behandlung eingeschränkt