Erhabene Narben

Erhabene Narben entfernen

Narbenbildung nach Verletzung

Störende Narben entfernen

Bilder aus laufender Anwenderstudie. Einzelfalldarstellung einer Patientin mit Keloidnarbe am linken Oberschenkel.

Bild 1 vom 13.09.2020, Bild 2 vom 05.10.2020.

Aus diesem individuellen Behandlungsfall können keine Rückschlüsse auf den Erfolg anderer Behandlungen gezogen werden.

Was sind erhabene Narben?

 

Die hypertrophe oder überschießende Narbe bildet sich nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen aus. Sie kann dick und wulstig oder zusammengezogen und fest werden. In der Regel besteht eine Störung der Narbenreifung. Zudem sind die Narben das Ergebnis eines abgeschlossenen Wundheilungsprozesses und stellen somit ein neugebildetes, faserreiches Ersatzgewebe dar. Sie werden aus Hautzellen in der Dermis (Lederhaut), den sogenannten Fibroblasten, gebildet und können, neben einer unschönen Pigmentierung, von Schmerzen und Juckreiz begleitet sein.

Beschwerdefreie Narben

Sie heilen schnell und komplikationslos ab, liegen eben im Hautniveau und sind weich und verschieblich. Lediglich in der Frühphase kann eine leichte Rötung und Jucken auftreten.

Aktive Narben

Durch eine chronische Reizung des Narbengewebes bleibt die Narbe länger gerötet und kann schmerzen.

Hypertrophe Narben

Sie entstehen durch eine Überproduktion von Bindegewebe vor allem in Regionen erhöhter Belastung, z.B. über Gelenken. Sie sind wulstig, hart und wenig elastisch oder verschieblich. Oft ist die Wundheilung verzögert und es treten Rötung, Juckreiz oder Schmerzen auf. Sie sind auf den Wundbereich begrenzt und können sich im Verlauf zurückbilden.

Keloide Narben

Auch hier liegt eine Bindegewebsvermehrung mit wulstiger, fixierter Narbe sowie Rötung, Juckreiz, Gefühlsstörungen oder Schmerzen vor. Sie überschreiten jedoch den Wundrand und bilden sich typischerweise nicht zurück. Keloide treten häufiger bei familiärer Veranlagung und dunkler Hautfarbe auf.

Atrophe Narben

Durch eine verminderte Bildung von Bindegewebe liegen diese Narben unterhalb des Hautniveaus und heilen verzögert. Sie sind straff und zusammengezogen, nicht verschieblich und neigen zu Juckreiz und Schmerzen. Sie sind schlecht durchblutet und dadurch eher blass. Häufig bilden sich diese Narben beispielsweise infolge von Pickeln als grübchenartige Akne-Narben im Gesicht oder nach Windpocken aus.

Sklerotische Narben

Sie sind hart, unelastisch und mit dem umgebenden Gewebe verklebt. Sie können im Verlauf weiter schrumpfen und verursachen sehr häufig Beschwerden. Insbesondere im Bereich von Gelenken können diese Narben die Beweglichkeit deutlich einschränken.

1. Die Gerinnungsphase (Exsudative Phase)

 

Eingedrungene Fremdkörper, Viren und Bakterien werden durch Blut und Gewebeflüssigkeit, welche aus der Wunde treten, ausgeschwemmt.
Blutplättchen (Thrombozyten) und spezielle Gerinnungsproteine (Fibrin) vermitteln die Blutgerinnung und bilden innerhalb kürzester Zeit einen schützenden Blutpfropf, der die Wunde provisorisch verschließt.

Er schafft eine Barriere, die das Eindringen von Krankheitserregern und anderen schädlichen Substanzen in den Körper verhindert, während die Heilungsprozesse im Inneren der Wunde in Gang gesetzt werden.

2. Die Entzündungsphase (Resorptive Phase)

Makrophagen als Fresszellen des Immunsystems wandern zur Wunde, wo sie das Gewebe reinigen und sie von Erregern und zerstörten Zellen befreien.

Diese eindrucksvolle Fähigkeit der Makrophagen stellt sicher, dass der Heilungsprozess optimal unterstützt wird, indem sie eine saubere und gesunde Umgebung für die Regeneration schaffen.

3. Die Reparaturphase (Proliferative Phase)

 

Nach etwa vier Tagen setzt die Neubildung von Gewebe ein. Die Wunde mit dem provisorischen Blutpfropf wird nach und nach durch neue Zellen ersetzt, sodass die Wunde langsam kleiner wird.

Diese koordinierte Arbeit bewirkt, dass die Wunde schrittweise schrumpft und sich der Heilungsprozess fortsetzt.

4. Die Reparationsphase

Je nach Größe der Wunde dauert es circa sieben Tage bis vier Wochen, bis sich die Wunde von den Rändern aus löst und durch neue Hautzellen ersetzt wird.

Die Wunde beginnt zu verschließen.

Dies markiert den Beginn des Verschlusses der Wunde, während der Körper beharrlich daran arbeitet, das geschädigte Gewebe zu regenerieren.

Wer eine größere Wunde hat, sollte sich während der Heilungsphase schonen. Wenn ein Operationsschnitt ohne Zugkräfte heilen kann, sinkt die Gefahr von Wucherungen. Dabei spielt auch eine Operationstechnik eine Rolle, die sich an den Hautspannungslinien orientiert. Gleichzeitig kann eine gezielte, sanfte Bewegung jedoch die Durchblutung des Narbengewebes fördern, wodurch dieses geschmeidiger und lockerer wird. Außerdem hilft es, wenn Sie eine Narbe regelmässig ab zwei Wochen nach der Operation mit Silikoncremes oder Silikongels eincremen. Massieren Sie dazu Creme oder Gel mindestens zweimal am Tag sanft in das Narbengewebe ein. Bei Narben, die verhärtet sind, kann auch ein Salbenverband über Nacht sinnvoll sein. Präparate mit Zwiebelextrakt können ebenfalls vorbeugend helfen. Kompression von aussen auf eine Wunde, etwa durch Kompressionsstrümpfe oder einen Druckverband, unterstützt die Heilung.

Bei Verletzungen sollten Sie darauf achten, dass kein Schmutz in die Wunde kommt. Grundsätzlich sollten Sie Narben gut vor Sonneneinstrahlung schützen, damit sich diese nicht dunkel färben.

Ganz unsichtbar wird eine wuchernde Narbe trotz Entfernung vermutlich nie. Aber mit vielfältigen Behandlungsmethoden können wir die störenden Begleiterscheinungen wie Jucken und Schmerzen verhindern und die Optik erträglicher gestalten.

Narben brauchen ihre Zeit, bis sie vollkommen verheilt sind. Fachleute rechnen mit sechs bis zwölf Monaten, manchmal bis zu zwei Jahren, bis die Rötung und Empfindlichkeit der Narbe verschwinden. Nach dieser Zeit verliert sich in vielen Fällen auch der anfängliche Juckreiz. Menschen mit einer Wundheilungsstörung oder mit Verbrennungen sind von wuchernden Narben besonders gefährdet, ebenso Allergiker und Allergikerinnen. Je älter ein Mensch wird, desto schlechter heilen seine Wunden. Denn die Elastizität und Blutversorgung der Haut nimmt ab und die Fettschichten werden dünner. Auf der anderen Seite sind Kinder und Jugendliche besonders gefährdet, wulstige Narben zu bekommen, weil ihr Körper auf Wachstum eingestellt ist und dadurch oft auch zu viel neues Bindegewebe produziert. Hormone scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen.

Keloide sind sehr selten. Je dunkler die Hautfarbe, desto häufiger treten Keloide auf. Auch Menschen mit langjähriger Akne haben ein erhöhtes Risiko für Keloide.

Bei atrophen Narben zieht sich das Gewebe der Narbe zusammen. Gerade bei längeren Wunden fällt es auf, dass der gesamte Bereich wie eingesunken aussieht.
Deutlich störender finden Betroffene jedoch die überschiessenden Narben (hypertrophe Narben und Keloide). Manchmal ist nur eine leichte, gerötete Erhebung auf der Haut zu sehen. Statt dünn und unauffällig wölbt sich die Narbe breit über den Körper. Oder es bilden sich – gerade bei Keloiden – dicke und unschöne Geschwulste. Bei hypertrophen Narben ist nur die Narbe an sich betroffen. Keloide können sowohl einzeln auftreten als auch über eine grosse Fläche verteilt sein. Sie sind besonders häufig am Ohrläppchen, an der Brust und am oberen Rücken zu finden.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie einer hypertrophen Narbe wird nicht allein auf Grundlage ihrer Intensität festgelegt, sondern berücksichtigt auch den Ursprung der Narbenbildung, die Einschätzung der Patientenbeschwerden sowie mögliche Beeinträchtigungen der Funktion. Eine geeignete Behandlung kann üblicherweise erst erfolgen, nachdem der plastische Chirurg den Patienten persönlich untersucht hat.

Narbenpflege (Cremes und Salben)

Narbencremes sowie -salben haben die Fähigkeit, Juckreiz und Schuppungen zu lindern und können als Begleitung zur Behandlung eingesetzt werden. Dennoch sind sie weniger geeignet, um eine gezielte therapeutische Lösung für problematische Narben zu bieten.

Silikonpads und Silikonfolien

Silikonpads und -folien können die Narbenbehandlung günstig beeinflussen. Sie vermindern die Narbendicke, allfällige Schmerzen und Juckreiz. Zudem beschleunigen und optimieren sie die Narbenreifung.

Injektionstherapie

In Fällen von übermäßigen Narbenbildungen können Injektionen von Kortikosteroiden angewendet werden, vorausgesetzt, dass der Reifungsprozess der Narben noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Mit dem Ziel einer anhaltenden Wirkung in der betroffenen Narbe setzen wir auf die Injektion von kristallinem Kortison. In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig, die über einen Zeitraum von mehreren Wochen durchgeführt werden.

 

Chirurgische Therapie

Bei umfangreichen Narben ist häufig eine chirurgische Intervention unumgänglich. Es bestehen verschiedene Optionen zur Behandlung, darunter die Dermabrasion, bei der die Narbe mittels eines speziellen Verbands abgetragen wird. Ebenso ist das Ausschneiden der Narbe möglich, wahlweise mit oder ohne Hauttransplantation. Für größere Schäden werden Lappenplastiken erforderlich, die entweder mit oder ohne vorherige Gewebeexpansion durchgeführt werden können. Zahlreiche Methoden aus dem Bereich der Rekonstruktiven Chirurgie finden auch Anwendung bei der Behandlung von Narben.

Fettunterspritzung, Microfat, Nanofat

In der Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie sind Techniken der Fettunterspritzung weit verbreitet. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass diese Verfahren auch in der Behandlung von Narben vielversprechend sein können.

Die Anwendung von autologer Fetttransplantation zur Unterspritzung von Narben bewirkt eine Verbesserung der Beweglichkeit der Narbe auf der umgebenden Haut. Zudem haben die im Fettgewebe vorhandenen mesenchymalen Stammzellen einen positiven Einfluss auf die Reifung der Narbe. Je nach gewählter Methode wird die Zellsuspension entweder gezielt in die Narbe und das darunterliegende Unterhautgewebe injiziert (Microfat), oder sehr feine, spezialisierte Kanülen kommen zum Einsatz, um die Suspension direkt in die Haut einzubringen (Nanofat). Die vielfältigen Techniken der Fettunterspritzung (Lipotransfer) werden bereits seit geraumer Zeit von den erfahrenen plastischen Chirurgen am KSW angewandt und regelmäßig eingesetzt. Neue Erkenntnisse legen nahe, dass diese Ansätze auch für die Narbenbehandlung äußerst erfolgreich sein können.

 

Medical Needling

Die Technik des Medical Needlings stellt eine vergleichsweise junge Methode zur Behandlung von Narben dar. Hierbei werden durch präzise Nadelstiche in der betroffenen Hautregion winzige Mikrowunden erzeugt, die wiederum eine Anregung zur verstärkten Produktion von Kollagen in dem behandelten Hautbereich auslösen. Um die Kontrolle und gezielte Platzierung dieser Mikrostiche in der Dermis zu gewährleisten, setzen wir spezielle Roller ein, die mit feinen Nadeln besetzt sind. Je nach spezifischem Anwendungsbereich variieren die Längen der Nadeln zwischen 1 und 3 mm.

Vor der eigentlichen Nadelbehandlung ist eine vorherige Anwendung einer Creme mit einem hohen Gehalt an Vitaminen erforderlich. Diese Vorbereitungsmaßnahme trägt dazu bei, die Haut optimal auf den Eingriff vorzubereiten. In den meisten Fällen führen wir die Needling-Behandlung unter lokaler Betäubung durch oder nach einer Vorbehandlung mit einer betäubenden Creme, um ein möglichst komfortables und schmerzarmes Verfahren für unsere Patienten zu gewährleisten.

 

Bestrahlung

Eine langanhaltende Wirksamkeit der Behandlung erfordert oft eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Neben ihrer Verwendung zur Bekämpfung von Krebserkrankungen erweisen sich Bestrahlungen auch als äußerst wertvoll in der Narbentherapie. Insbesondere nach einer operativen Entfernung von Narbengewebe setzen wir in der Regel gezielte Bestrahlungen ein, um erneutes übermäßiges Narbenwachstum zu verhindern. Die Durchführung dieser Bestrahlungen obliegt den Fachleuten der Radio-Onkologie am Kantonsspital Winterthur. Die Koordination dieser umfassenden Therapie erfolgt in den meisten Fällen durch den Facharzt für Plastische Chirurgie.

Laser und Immunsuppressiva

Es existieren zahlreiche Therapieansätze zur Behandlung von Narben, deren Erfolg unterschiedlich ausfallen kann. Zu diesen zählen Lasertherapien, die Verabreichung von Immunsuppressiva sowie auch Kryotherapien (Kältetherapien), welche alle zur effektiven Behandlung von Narben beitragen können. Die Anwendbarkeit dieser Verfahren wird von Fall zu Fall individuell festgelegt. Obwohl sie nicht zu den Standardtherapien am KSW gehören, haben sie in bestimmten Situationen ihre Wirksamkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Behandlung mit
der Phlebolyse:

Erhabene Narben, wie Keloide oder im weiteren auch hypertrophene Zellen, werden auf der Oberfläche durch das gezielte Applizieren von Radiofrequenz und Elektrolyse verkocht und somit geglättet. Dabei wird die gesunde Hautzelle nicht beschädigt, da die sehr feine Nadel kalt bleibt.

Dies beseitigt zwar die Narben nicht, aber optisch und zum Teil auch motorisch kann sich dadurch eine erhebliche Verbesserung einstellen.

Dies kann ohne Narkose durchgeführt werden, da es in der Regel zwar etwas unangenehm aber nicht oder wenig schmerzhaft ist. Die Neubildung von Narben oder weiteren Nebenwirkungen sind trotz vieler Dokumentationen der Entfernung nicht bekannt.

Störende Narben Entfernung

Vorteile einer Phlebolysebehandlung:

  • keine Anästhesie
  • Narbenbildung nicht bekannt
  • sanfte und schmerzarme Methode
  • sofort sichtbare Reaktion
  • auf jeder Haut anwendbar
  • Verbrennungen ausgeschlossen, da Werkzeug kalt ist
  • kein Bluten
  • keine Infektionsgefahr
  • keine Fäden, kein Druckverband
  • Patient ist in keiner Weise nach Behandlung eingeschränkt

Interview mit Andreas Oehme, Mitentwickler der Phlebolyse.

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